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Vernissage "Forelle blau"

Vernissage Freitag den, 30.11.18 um 17.00 Uhr
Sozialgemeinschaft Schiltach/Schenkenzell e.V.
im Schloss Café / Gottlob-Freithaler-Haus
Vor Ebersbach 1, 77761 Schiltach

Die Protagonisten der Künstlergruppe »Forelle blau« stellen ganze 2 Jahre ihre Werke im Gottlob-Freithaler-Haus in Schiltach aus.

Die Idee zu dieser Konzeptveranstaltung lieferte die Pflegedienstleiterin Katja Pfeifle. Forelle-Sprecher Otto Schinle koordinierte mit den Künstlern den Zeitplan und die Abwicklung vor Ort. Den Anfang der XL-Ausstellung macht der Schenkenzeller Künstler Uwe Merz mit seinen »Grätige Bolle«, dessen Werke ab dem 30.11. bis Ende März 2019 zu sehen sein werden.

Im Anschluss bereichern bis Dezember 2020 die Künstler Beatrix Beck, Claudia Baumgartner, Martina Dieterle, Paul Armbruster und Karla Kreh die Räumlichkeiten der Sozialgemeinschaft.

Zum »kugeln«

Urlauber aus aller Herren Länder nehmen den Schwarzwald mittlerweile als ein lebendiges und eigendynamisches Markenzeichen wahr. Jenseits von Zurückgezogenheit und Eigenbrötlerei zeigt sich das »Ländle« mehr und mehr von seiner kommunikativen, staubfreien Multikulti-Seite. Fröhlich voran flattert (kugelt) das heimliche Wappenzeichen – eben der Bollenhut – in der gesunden Schwarzwaldluft. 

Dass die Schwarzwälder auch mit viel Humor ausgestattet sind, beweist die erfolgreiche Kunstserie »Grätige Bolle« von Uwe Merz. Mit seinen sympathischen Figuren ist es dem Schenkenzeller Künstler gelungen Kunst und Tradition – nicht ohne einen guten Schuss Selbstironie – spielerisch zu transportieren. Der Begriff »Grätige Bolle« entstammt im Übrigen dem schwäbischen Wortschatz und bedeutet so viel wie »übellaunige/r Zeitgenosse/in«.

Hierbei handelt es sich um ein unkonventionelles, auffälliges Pro-Schwarzwald-Label, das sich dem Betrachter humorvoll und mit einem Augenzwinkern präsentiert. Ob als ausgefallenes Schwarzwald-Souvenir oder einfach als witziges Mitbringsel, die »Gräties« sollen dem/der Beschenkten ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

Aber warum grätig und nicht fröhlich ... ?

Übellaunigkeit und Frust gehören zu unserem Leben, selbst wenn wir sie gerne wegdiskutieren, herunterspielen und als unangenehmen Habitus stigmatisieren wollen. Mal so richtig grätig zu sein hat auch etwas befreiendes, wenn wir sagen oder zeigen was uns ärgert. Sich Luft machen, Position zu beziehen und wenn nötig auch mal auf den Tisch zu hauen, befreit uns von angestauten Blockaden.

Ergo: Ein »Grätie« soll uns also daran erinnern, dass wir hoch emotionale Lebewesen sind – mal herzig, mal süß, mal grätig :)

Zu beziehen ist die »Grätige Bolle« Sellection im Onlineshop: www.graetigebolle.de oder direkt beim Künstler www.merzolio.com